Klaus Lorig, Oberbürgermeister Völklingen

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
als Stadt, die ihr Image zum Positiven verändert hat, sind wir auf Menschen angewiesen, die weiter mit uns für ein neues Völklingen arbeiten. Neue Ideen sind gefragt und deren Umsetzung und damit natürlich jede Menge ehrenamtliches Engagement.
Zu denjenigen, die die Stadtverwaltung bei ihrem Anliegen unterstützen, gehören seit einigen Jahren auch die Gastwirte, die sich zur „Völklinger Wirtegemeinschaft“ zusammengeschlossen haben. Bisher hat sich deren Engagement aus meiner Sicht bereits bewährt.
Die Durchführung des jährlichen Wirtefestes und vieler weiterer Aktivitäten in unserer Stadt, zeigen, dass auch die Wirte einen Beitrag leisten können zur Freizeitgestaltung und zur kulturellen Vielfalt in unserer Stadt.Und die Tatsache, dass viele Bürger von diesem Angebot Gebrauch machen, ist für mich ein Beweis dafür, dass die Wirtegemeinschaft mit ihrer Strategie richtig liegt. Auch in Zukunft brauchen wir Menschen, die kräftig mit anpacken, die ihre Ideen allein oder noch besser gemeinsam in die Tat umsetzen. Nutzen Sie die Gelegenheit beim Bier am Tresen zur Diskussion darüber, ob Sie nicht auch einen Beitrag für ihre Stadt leisten können.

 

 

 

 

 

Wir bedanken uns bei den Redaktionen der Saarbrücker Zeitung für die Freigabe zur Veröffentlichung.

SZ vom 9: September 2017

Benefizkonzert der Wirtegemeinschaft

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SZ vom 16.11.2016

Spende ermöglicht Kindern Kanu-Projekt

Völklinger Kinderschutzbund erhält von Wirtegemeinschaft 1200 Euro

Drei Benefizkonzerte hat die Völklinger Wirtegemeischaft im Rahmen der City-Open-Airs organisiert. 3400 Euro waren dabei zusammen gekommen. Dieses Jahr profitiert der Kinderschutzbund vom Geldsegen.

Von SZ-Mitarbeiter

Andreas Lang

Völklingen. Es war eines der bestbesuchten Konzerte der City-Open-Air-Saison: das von der Völklinger Wirtegemeinschaft organisierte Benefizkonzert „Rock hoch drei“ mit den Bands The 60's Revival, Magic und dem Sänger Philipp Leon Altmeyer, der unter anderem seine erste eigene Single „Auf und Ab“ im Pfarrgarten präsentierte. Und mit weit über 1000 Zuschauern, die sich bei der Hutsammlung spendabel zeigten. Jetzt hat die Wirtegemeinschaft die Spende an den Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) zweckgebunden für Völklinger Projekte übergeben.

Gisela Rink war als Vorsitzende der DKSB-Ortsgruppe Völklingen völlig überwältigt, als sie die Summe erfuhr: stolze 1200 Euro. Der Kinderschutzbund sieht sich als Lobby für Kinder, für Völklinger Kinder bietet die Ortsgruppe unter anderem Hausaufgabenhilfe, Ferienfreizeiten und Kurse zum Zweck der Steigerung der Selbstsicherheitan. „Ein Kanu-Projekt wollten wir unseren Kindern schon immer mal anbieten, bisher ist es immer an den Kosten gescheitert“, so Rink bei der Übergabe im Bistro Jean M im Pfarrgarten. Unter anderem lernen die Kinder dabei, dass im Kanu Zusammenwirken gefragt ist: „Sonst geht es immer nur im Kreis statt voran.“ Die Kurse sollen im Saarland stattfinden, nämlich auf dem Bostalsee.

Für die Wirtegemeinschaft war es das dritte Benefizkonzert der Reihe „Rock hoch drei“. Einmal wurde die Wehrdener Kulturhalle gerockt, jetzt zum zweiten Mal in Folge der Pfarrgarten. Unterstützt hat die Wirtegemeinschaft dabei die Jugendfeuerwehr Völklingen, die Jugendverkehrsschule, die Jugend des Ortsverbandes des Technischen Hilfswerks und jetzt die Ortsgruppe des DKSB. Insgesamt haben die Völklinger Wirte bei diesen drei Veranstaltungen 3400 Euro für gute Zwecke erwirtschaftet.

 

SZ vom 3. 9.2016

Drei Stunden Rock-Vergnügen

Benefiz-Konzert im Völklinger Pfarrgarten

Perfekt! „Rock hoch drei“ im Völklinger Pfarrgarten am Donnerstagabend – besser geht's nimmer. Makelloses Sommerwetter, beinahe 1000 Besucher, Rockmusik non stop, und alles für den guten Zweck.

Von SZ-Mitarbeiter

Walter Faas

Völklingen. Welch ein Scherbenhaufen! Also, rein musikalisch gesehen. Denn als Philipp Leon Altmeyer, immerhin vor zwei Jahren „Voice of Germany“-Finalist, den „Scherbenhaufen“ des Liedermachers Joris singt, dazu sein eigenes „Auf und Ab“ und den WM-Song „Ein Hoch auf uns“ („Für Bastian Schweinsteiger, auch wenn er nicht da ist“), ist die Stimmung im Pfarrgarten längst auf dem Höhepunkt. Wunderkerzen, Leuchtstäbchen, zufriedene Gesichter.

Aber das ist schon der Abschluss des Abends. Zum Auftakt sorgt erst einmal die Band The Sixties' Revival für Stimmung, wie Altmeyer und die Musiker der Gruppe The Magic Ur-Völklinger. „Dahinten spielen sie ‚Alright now' von Free, nix wie hin!“, sagt Dieter Mohr, der mit Freunden zum Abschluss seiner Radtour im Pfarrgarten landet.

Die Sixties lockern in der Tat die angespannten Muskeln, nicht nur der Radler, sondern auch beim tanzfreudigen Publikum. „Kiss me quick, while we still have the feeling“ (auf Deutsch: „küsse mich rasch, solange das Gefühl andauert“) – Elvis hat's vorgemacht, und wieder bringt es Laune. „Da kommen Erinnerungen hoch“, freuen sich Anja und Josef „Sepp“ Berger. Umarmen einander, küssen einander.

Zum Schmusen sind auch das Bee Gees-„Remember“, ein Tribut an die Beatles mit „Hey Jude“ oder der Pur-Song „Hab' mich so an dir betrunken“. Eine Freude für die Kinder, die im Hintergrund des Pfarrgartens zur Musik vorne das Radschlagen üben. Ein Spaß auch für die Tanzfreudigen, die den Rock 'n' Roll-Schwung immer noch gut drauf haben – wenn's sein muss, sogar barfuß.

Magic und die Revivals können nicht nur soft, sondern auch knallhart. Zu Wort kommen die Rolling Stones, ewig surfende Beach Boys, Dave, Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich, die urdeutschen BAP, Grönemeyer, Hubert Kah und die Toten Hosen.

Drei Stunden pures Rockvergnügen! Veranstaltet von der Völklinger Wirtegemeinschaft, unterstützt von über einem Dutzend Sponsoren, gefördert durch eine Hutsammlung, und alles für den guten Zweck: „Begünstigter unserer Benefiz-Veranstaltung ist der Deutsche Kinderschutzbund, zweckgebunden für Völklinger Projekte“, sagt ausdrücklich Andreas Lang, Schreiberkollege und selbst Musiker mit flinken Bassfingern.

 

 

 

SZ vom 5.9.2015, Autor: Walter Faas:
Ein Grand mit Vieren

„Rock hoch drei”-Konzert im Völklinger Pfarrgarten – mit Überraschungs-Extra

Offiziell ist die Völklinger City-Open-Air-Saison schon vorige Woche zu Ende gegangen. Doch am Donnerstagabend servierte die Wirtegemeinschaft noch einen Nachschlag. 800 Leute kamen. Und hörten neben den drei angekündigten Bands aus der Hüttenstadt auch noch einen Spontan-Auftritt des jungen Völklinger Sängers Philipp Leon Altmeyer.

Von SZ-Mitarbeiter

Walter Faas

Völklingen. „Rock hoch drei!“ Damit gingen vorgestern die Völklinger City-Open-Airs endgültig. Schade, aber es wird mittlerweile schon früh dunkel und empfindlich kühl am Abend. Obwohl: „Aus der Veranstaltung hätte man gut drei machen können. Die Bands hätten's allemal verdient“, findet Kläuschen Mirold. So geht's hopplahopp, im Bemühen, rechtzeitig zur Sperrstunde fertig zu werden. Gelang nicht ganz. „Hoch drei“, das sind halt „Drei plus akademisches Viertel plus Umbaupausen plus Zugaben“.

Jürgen, Herbert, Klaus, Ralf, Patric – fünf Junggebliebene – sind die Band Civil Service (siehe „Auf einen Blick“). Sie starten Rolling-Stones-lastig in den Abend, mit „Suzie Q“, „Honky Tonk Woman“, „The last time“, „Paint it Black“ und mehr. „Who stops the rain?“, singen sie auch, „wer stoppt den Regen?“. Die Frage bleibt rhetorisch. Der Himmel über Völklingen präsentiert sich wolkenfrei, wie meist bei den City-Open-Airs 2015.

Es folgt ein denkwürdiger Auftritt zweier junger Männer. „Dynamisch. Sprudeltrinker. Fleißig. Fit“: So beschreiben sich Lukas „Goldkehlchen“ Schüßler und Philipp Roth selbst. Als Duo Born & Raised, mit flinken Akustikgitarren-Fingern, bringen sie den Pfarrgarten hurtig auf Trab. Der fordert vehement und kriegt seine Zugaben. Pink Floyd lässt grüßen. Dann wird aus „Rock hoch drei“ ein Grand mit Vieren. Weil Philipp Leon Altmeyer, als Halbfinalist beim Wettbewerb „Voice of Germany“ neulich erst im Fernsehen, seiner Heimatstadt Völklingen „mit ihrem tollen Musikangebot“ (Altmeyer) mit einem Kurzauftritt Ehre erweist – in einer Umbaupause. Stellt sich vor rund 800 Leute, greift sich eine Gitarre, begleitet sich selbst und singt so toll, dass man den „Voice“-Erfolg“ nachvollziehen kann.

Als Hauptgruppe bedient sich die Völklinger Band The Sixties Revival am Rausch der Woodstock-Ära. Creedance Clearwater Revival, The Lords, Spencer Davis Group, natürlich die Stones – der Pfarrgarten wippt und klatscht sich warm. Junge hüpfen im Takt, mit Blinkies in den Turnschuhen; Ältere tanzen, als wär's nichts. „Und allen gefällt's, mir auch“ bringt Berthold Berrang die Stimmung auf den Punkt. Und weil die Akteure beim City-Open-Air-Nachklapp Gutes tun wollen, darf der Veranstalter, die Wirtegemeinschaft Völklingen, den Erlös des Abends an die Jugendverkehrsschule und die Jugendabteilung des Technischen Hilfswerkes Völklingen als Spende überweisen.

SZ vom 10.8.2015, Autor: Jürgen Kück
Ein paar Störungen stören seine Laune nicht

Geischter einer Stadt: Dieter Baldauf, Gastwirt in der Völklinger Hüttenschänke, setzt auf Bodenständigkeit und gute Freunde

Nicht nur Gebäude prägen das Gesicht einer Stadt, sondern viel mehr noch die Menschen, die in ihr leben und arbeiten. Zu ihnen gehört Dieter Baldauf, Gastwirt der Hüttenschänke in der Bismarckstraße. Der 57-Jährige ist ein Völklinger Urgestein, wie es im Buche steht.

Von SZ-Mitarbeiter

Jürgen Kück

Völklingen. Dieter Baldauf, Inhaber und Wirt der Hüttenschänke in der Völklinger Bismarckstraße, kommt, auf einen Stock gestützt, in die Gartenwirtschaft seines Lokals, setzt sich und ist trotz Handicap bester Laune. Das freut uns natürlich, erstaunt uns aber auch. Denn Baldauf hätte Grund genug, sich gesundheitlich zu beklagen. Ganz nebenbei erwähnt der 57-Jährige „ein paar Störungen“ in den vergangenen 13 Jahren: Da waren zuerst drei Bandscheibenvorfälle, dann drei Schlaganfälle, und jetzt, zuletzt, eine dringende Hüftoperation. Wie kommt man damit zu dieser inneren Heiterkeit, die er ausstrahlt?

„Nun“, sagt er, „ich habe alles ohne bleibende Schäden überstanden, und ich kann schon ohne Stock um diesen Tisch herumgehen. Und außerdem besteht jedes Leben aus einer Kette kleiner und großer Störungen, man braucht halt immer eine positive Einstellung.“ Und wie kriegt man diese Einstellung? „Mir half meine Bodenständigkeit und die Nähe liebenswerter Menschen“, erklärt er lächelnd.

Bodenständigkeit? Allerdings, bodenständiger als er kann man kaum sein. Hier, im Hause Bismarckstraße 122, wurde er geboren, natürlich mit Hausgeburt, denn die Urgroßmutter war Hebamme, und der Urgroßvater sollte zwei Jahrzehnte später auch eine wichtige Rolle in seinem Leben spielen. „Ich hatte gerade die Prüfungen zum Industriekaufmann bestanden, als mein Uropa, seines Zeichens Postbeamter, mir die Annehmlichkeiten eines Postlers ausmalte“, berichtet Baldauf. Er folgte dem Ruf, wurde Arbeiter und ein Jahr später Beamter, Bereich Brief- und Paketzustellung.

„Da waren noch persönliche Kontakte mit den Kunden möglich“, erinnert er sich, „und so gab mir schon mal eine alte Frau ein Arztrezept mit, und ich brachte ihr am nächsten Tag das Medikament, solche Gefälligkeiten waren selbstverständlich.“ Doch vor 13 Jahren machten die Bandscheiben nicht mehr mit, und er übernahm die Gaststätte von seinen Eltern. Bodenständig eben.

Und was ist gemeint mit den liebenswerten Menschen? Baldauf schickt eine Kusshand zu der Dame, die mit am Tisch sitzt, sie heißt Helga Fehrentz und ist seit 29 Jahren seine Lebensgefährtin. Damals, 1986, als die Völklinger Hütte endgültig Geschichte wurde, änderte sich auch die Kundschaft in der Hüttenschänke, die 1960 von Baldaufs Eltern eröffnet worden war und mit der Metzgerei-Gaststätte Niebes zu den ältesten Kneipen Völklingens gehört. „Da war jedes Mal zu Schichtwechsel an der Theke die Hölle los“, erinnert sich Baldauf, „aber bei Saarstahl drüben auf der anderen Straßenseite gibt es den legendären Hüttenmann nicht mehr, dort arbeiten Fachleute in hochmodernen Anlagen.“ Die meisten Gäste kommen auch nicht mehr aus den angrenzenden Straßen, sondern sind Stammkunden auch aus entfernten Teilen der Stadt. „Da sind Freundschaften entstanden“, sagt er, „auch das hat mir immer geholfen.“

Die Erinnerung an die alte Hütte aber hat Baldauf bewahrt. Er führt uns, Stock mehr schwingend als aufstützend, in die Gaststätte, wo die Stütze zum Zeigestock wird. Da hängen an den Wänden Arbeitsgeräte der früheren Hüttenarbeiter und vor allem Gemälde, darunter zwei Originalwerke der Industriemalerin Ria Picco-Rückert. Die Stirnwand des Gastraums wird fast ganz ausgefüllt von einer Gesamtansicht der alten Hütte mit einem Dutzend rauchender Schornsteine. „Das hat der Kunstmaler Alfred Schneider 1961 vom Original abgemalt“, erläutert Baldauf, und man glaubt, wie früher das Eisenwerk zu riechen und zu hören.

Als der SZ-Fotograf seine Kamera zückt, braucht er nicht um ein Lächeln zu bitten. Baldauf hantiert noch mit dem Stock herum wie mit einem unnützen Gegenstand. Soll der Stock mit aufs Bild? „Egal“, sagt Baldauf, „mir geht es mit ihm und ohne ihn gut.“

 

 

SZ vom 17.3.2015, Autor: Jürgen Kück
Graue Haare nur im Schnurres

Gesichter einer Stadt: Harald Mörsdorf

Völklinger Gastronom muss viele Hürden überwinden – Bistro Jean M. feste Institution

Kontaktfreudigkeit, Langmut, starke Nerven und Mut zum finanziellen Risiko braucht es, um als Gastronom erfogreich zu sein. Die Erfahrung gibt Harald Mörsdorf recht. Er betreibt mit seiner Frau seit 23 Jahren das Bistro Jean M.

Von SZ-Mitarbeiter

Jürgen Kück

Völklingen. Dass er im Rentner-Alter ist, sieht man Harald Mörsdorf nicht an: Kein einziges graues Haar ist über dem freundlichen, hellwachen Gesicht des 64-Jährigen zu entdecken, der seit 23 Jahren gemeinsam mit seiner Frau Christa das Bistro Jean M. in der Völklinger Citypromenade führt. „In dieser Zeit hätte ich wirklich Grund genug gehabt für viele graue Haare“, sagt er lachend, „aber als Wirt muss man leidensfähig sein, deshalb haben viele spätere Gastronomen diesen Beruf nicht schon als junge Leute angestrebt.“

Und wie wird man Wirt? „Über Umwege und andere Berufe“, erklärt Mörsdorf, „bei mir zum Beispiel über den Umweg Koch.“ Und das war ein sehr erfolgreicher Umweg, aus der Not entstanden. „Meine Mutter ist früh gestorben, der Vater ging arbeiten, deshalb mussten mein Bruder und ich den Haushalt versorgen und kochen, was uns immer mehr Spaß machte. Daraus ergaben sich unsere Berufe.“ Während sein Bruder Konditormeister wurde und im Saarbrücker Café Menn arbeitete, lernte Harald Mörsdorf die Kochkunst und machte auch Karriere: Nach Tätigkeiten in verschiedenen Steigenberger Hotels wurde er Abteilungsleiter Gastronomie beim Handelskonzern Hertie.

Er war 27 Jahre alt, als er den Sprung in die Selbständigkeit wagte, und zwar in seiner Heimat: In der Citypromenade eröffnete er zunächst das Cartoon, ein Jugendlokal, wo der erfahrene Koch allerdings wenig von seinen Künsten anwenden konnte: „Klar, bestellt wurden hauptsächlich Spaghetti“, erinnert er sich. Nach seiner Heirat dann zog er ins Nachbarhaus und wurde Wirt und Eigentümer im Jean M, wobei der Name seinem Vater Hans Mörsdorf gewidmet war. 1996 erweiterte er das Bistro um einen Nebenraum mit 60 Sitzplätzen und einer angenehmen Wohnzimmer-Atmosphäre, fünf Angestellte sorgen für das Wohl der Gäste. Hier werden Stammessen und kleinere Gerichte angeboten. „Jetzt passt eigentlich alles zueinander“, stellt er fest, „sogar die Berufe unserer Töchter Carolin und Michèle, die Hotelfachfrau und Bankkauffrau gelernt haben.“ Aber wieso passt alles nur „eigentlich“? „Da sind wir wieder bei den grauen Haaren“, sagt er, „denn den Gastronomen wird das Leben immer schwerer gemacht.“ Das Rauchverbot – so radikal sei man in Norddeutschland nicht. Es hätte andere Lösungen gegeben. Dann der Mindestlohn von 8,50 Euro – „den erreichen Sie als Wirt nicht“. Und schließlich die spezielle Völklinger Misere. „In den angrenzenden Straßen gab es Hinweisschilder – die sind schon lange weg, werden angeblich aktualisiert“, berichtet er. Von der Poststraße aus blockiert eine seit Dezember fast still stehende Baustelle den Durchgang. „Die Behindertenparkplätze, gerade vor den Arztpraxen, werden von putzmunteren Zeitgenossen zugeparkt, das kontrolliert kaum jemand.“ Das Fingerspitzengefühl der Stadtverwaltung sei nicht sehr ausgeprägt.

„Ich bin nach 48 Jahren Berufstätigkeit nun seit knapp einem Jahr in Rente, meine Frau führt das Lokal, und wir schauen uns nach Nachfolgern um“, sagt Mörsdorf. Dennoch bereut er nichts: „Der Beruf macht Spaß, wenn man finanziell mutig und vor allem kontaktfreudig ist, denn er ist anstrengender als Friseur: Man muss oft lange Gespräche halten, neu-tral bleiben, nicht zanken und länger bei der Arbeit als zu Hause sein. Aber es gibt auch schöne Stunden mit netten Gästen.“ Und dann streicht er sich über den Schnurrbart, in dem es jetzt doch ein wenig grau schimmert.

 

 

SZ vom 7.2.2015, Autor: Andreas Lang
Wirte spenden

1000 Euro an die Jugendfeuerwehr

Völklingen. Die Völklinger Wirtegemeinschaft hat im Rahmen ihres Neujahrsempfangs ihre Spende aus dem Benefizkonzert „Rock hoch drei“ jetzt an die Jugendfeuerwehr Völklingen übergeben. Stolze 1000 Euro haben die Wirte mit dem Konzert im vergangenen November in der Wehrdener Kulturhalle für den Völklinger Feuerwehrnachwuchs gesammelt. Geld, das die Jugendfeuerwehr gut gebrauchen kann, wie Wehrführer Herbert Broy und die Jugendvertreter Markus Menzel und Christian Weber bei der Übergabe betonten. Schließlich seien neben Ausrüstung und Ausbildung auch Freizeitaktivitäten wie Zeltlager für die Kinder und Jugendlichen zu finanzieren.

Übergeben hat die Wirtegemeinschaft bei ihrem jüngsten Stammtisch im Rottmanns Eck in der Hofstattstraße dann auch die Gewinne aus ihrer Mitmachaktion „Mir gehen Stemple“. Dabei hatten die Teilnehmer den ganzen Dezember über Zeit, die sechs Stempel der teilnehmenden Lokale auf ihrem Stempelpass zu sammeln. Die Gewinner freuten sich jetzt über wertvolle Fußballkarten und Bücher zur Ägyptenausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Jetzt bereitet die Wirtegemeinschaft ein neues Spiel vor. Nach ersten Informationen ist dabei bei den Teilnehmern ein gutes Gespür im Schätzen gefragt. al

SZ vom 24.11.2014, Autor: Stefan Bohlander
Dreierkonzert tut der Völklinger Jugendwehr gut

Die Bands Civil Service, The 60's Revival und Magic haben am Freitagabend in Wehrden gerockt – Erlös geht an den Feuerwehr-Nachwuchs

Keinmal bezahlen und trotzdem gleich drei Rock-Bands auf einmal hieß es am Freitagabend in der Kulturhalle Wehrden. Mit The 60's Revival, Civil Service und Magic fanden sich drei im Völklinger Raum beliebte Gruppen ein, um für einen guten Zweck zu spielen.

Wehrden. Wie bei den meisten Benefiz-Konzerten ist auch der Hintergrund für „Rock Hoch Drei“ ein trauriger. „Dieses Jahr ist das Wirtefest ausgefallen“, erklärte Dieter Baldauf. Der Grund hierfür, so der Sprecher der Wirtegemeinschaft Völklingen, sei, dass sich nicht mehr genügend Sponsoren zu einer Finanzspritze bereit erklärt hätten. Als Ausgleich dafür habe man nun dieses Konzert organisiert. „In sieben Wochen vom Hirngespinst zur tollen Feier“, wie es Dieter Baldauf mit einem Augenzwinkern ausdrückte. Die Jugendwehr habe man sich als Empfänger ausgesucht, „um der Jugend in Völklingen etwas Gutes zu tun“.

Bei den Musikern von Civil Service, die als erste die Bühne betraten, merkte man gleich den Geist des Rock'n'Roll. Mit Titeln von den Rolling Stones, unter anderem „Honky Tonk Woman“ und „Paint It Black“, legte das Quintett um Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig gut los. Mit Titeln von beispielsweise Creedence Clearwater Revival und Eric Clapton huldigten sie vor allem dem Rock der 60er und 70er, garniert mit trockener Rhythmik und gutem Solospiel.

Klaus Lorig stand jedoch nicht nur mit Akustik-Gitarre und Stimme im Rampenlicht, sondern ist in seiner Funktion als Oberbürgermeister auch Chef der Feuerwehr. Umso mehr freute er sich darüber, dass die Einnahmen an die Jugendabteilung gingen. Mit etwa 70 Jugendlichen sei die junge Wehr gut aufgestellt, außerdem habe Völklingen drei Stadtjugendwarte, die sich um die Belange der jüngeren Bürger kümmere. „Es macht richtig Spaß und gute Laune, mit ihnen allen zu arbeiten“, so der OB.

Die Idee zu dem Benefiz-Konzert kam übrigens bei den Völklinger City-Open-Airs im Pfarrgarten im Sommer, erzählten Klaus Lorig und Dieter Baldauf. Bei einem Bierchen habe man darüber gesprochen und die Idee zur Umsetzung gebracht. „Hoffentlich haben wir damit was auf die Beine gestellt“, gab sich Dieter Baldauf zuversichtlich.

The 60's Revival heizten mit ihren beatlastigen Cover-Versionen im Anschluss die Stimmung an. Zwischen Beatles, Bee Gees und den Troggs siedelten sie ihre Liebeserklärung an die Musik der 60er Jahre an und sorgten somit für manch verträumten Rückblick. Nicht minder rockig und poppig beendete das Quintett Magic den Abend, bei dem jede Band ein etwa anderthalbstündiges Programm bot. Magic haben deutsch- und englischsprachige Songs von Andreas Bourani über Sunrise Avenue bis hin zu Revolverheld im Repertoire. bo

 

SZ vom 13.11.2014:
„Rock hoch drei“ für gute Zwecke

Völklinger Wirtegemeinschaft lädt zum Benefizkonzert in Wehrdener Kulturhalle ein

Drei lokale Rockbands bringt die Völklinger Wirtegemeinschaft am Freitag, 21. November, zum Benefizkonzert auf die Bühne der Wehrdener Kulturhalle. Der Erlös aus der Hutsammlung geht an die Jugendfeuerwehr. Was tun gegen aktuelle kommunale Nöte, von Fischzucht bis City-Center? Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) packt die Gitarre aus.

Von SZ-Mitarbeiter

Andreas Lang

Völklingen. Als Ausgleich für das ausgefallene Wirtefest im Mai lädt die Völklinger Wirtegemeinschaft am Freitag, 21. November, 19 Uhr, zum Benefizkonzert mit bekannten Völklinger Bands in die Kulturhalle Wehrden ein. Und zwar unter dem Motto „Rock hoch drei“ mit den Bands Civil Service, The Sixties Revival und Magic – drei Gruppen, die schon des öfteren gemeinsam bei wohltätigen Konzerten für Jugend-Projekte musiziert haben.

Rathauschef auf der Bühne

Civil Service, auf Deutsch: öffentlicher Dienst – das ist die Band mit Oberbürgermeister Klaus Lorig als Frontmann. Sie wird den Abend mit Oldies eröffnen und dabei auch verstärkt auf das Repertoire der Boogie-Rocker von Status Quo zurückgreifen, das sie zuletzt für sich entdeckt hat. Wie es der Bandname verrät, beschränken sich The Sixties Revival auf die Musik einer einzigen Dekade – die allerdings in Fülle und Vielfältigkeit nie mehr übertroffen wurde. Zeitlos ist das Repertoire der Rockband Magic, sie fühlen sich bei den alten Schinken genau so wohl wie bei modernen Songs, etwa denen von Snow Patrol, Sunrise Avenue oder Revolverheld. Alle Bands verzichten an diesem Abend auf eine Gage, schließlich geht es um einen guten Zweck.

Für die Jugendfeuerwehr

Ein bunter musikalischer Abend also, den die Völklinger Wirtegemeinschaft da anbietet – und gleichzeitig die Völklinger Jugendfeuerwehr unterstützt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, Spenden werden allerdings durch eine Hutsammlung generiert. „Außerdem freuen wir uns, dass uns zahlreiche Sponsoren unterstützen“, sagt Dieter Baldauf, der Sprecher der Wirtegemeinschaft.

Klar, dass die Völklinger Kneipiers an diesem Abend die Bewirtung in der Wehrdener Kulturhalle übernehmen. Beratender Partner der Wirte ist die Stadt Völklingen. Mitarbeiter Lars Hüsslein sagt zur Parksituation: „Es gibt zwei Parkplätze direkt an der Halle. Außerdem können die zahlreichen Stellplätze an der Saar-Anlegestelle genutzt werden.“ Von dort aus ist die Kulturhalle in gut einer Minute zu Fuß zu erreichen. 


 

 

 

 

SZ vom 10.11.2011 - Andreas Lang

 

 

Völklinger Wirte sind jetzt im Internet

Gastronomen der Hüttenstadt haben gemeinsames Portal erstellt

 

 

Völklingen. Bei ihrer jüngsten Sitzung am Montag im Lokal Donnerquell in der Hofstattstraße beschäftigten sich die Mitglieder der Völklinger Wirtegemeinschaft mit den Möglichkeiten, die ihnen das Internet bieten kann. Dazu passt die Nachricht, dass die Völklinger Kneipiers jetzt ihre eigene Seite im Internet fertiggestellt haben. Das gemeinsame Portal der vertretenen Wirte ist seit kurzem unter „www.voelklinger-wirtegemeinschaft.de“ oder kurz „www.vkwg.de“ zu finden. Unter dem Motto „Mehr als nur Gastronomie“ wollen die Völklinger Wirte dort ihre Stärken vorstellen und ihre aktuellen Termine bekannt geben.

 

Auch die Seiten der sozialen Netzwerke haben die Gastronome als Plattform für ihre Mitteilungen entdeckt. Dort haben sowohl die Lokale eigene Gruppen als auch die Wirtegemeinschaft selbst eine Gruppe angelegt, über die sie ihre Stammgäste und Freunde ab sofort tagesakuell über das Geschehen in den in der Gemeinschaft vertretenen Lokale informieren wollen.

 

 

Weitere Themen beim Wirtestammtisch waren die geplanten Vorhaben im kommenden Jahr. Im März sollten die Kneipenfestivals in eine neue Runde gehen, allerdings sei noch fraglich, ob die Stadt diese Serie weiterhin finanziell unterstützen kann. Derzeit noch unangetastet von der aktuellen Spardiskussion um den Stadthaushalt, so teilte Oberbürgermeister Klaus Lorig als Gast des Wirtetreffens im Donnerquell mit, sei das Wirtefest im kommenden Jahr. Für dieses Fest auf dem Otto-Hemmer-Platz steht allerdings noch kein Termin fest. al

 

 

 

Saarbrücker Zeitung vom 25.08.2011 - Völklinger Ausgabe

 

 

 

Morgen startet das zweite Völklinger Wirtefest

 

Völklingen. Am morgigen Freitag, 26. August, und Samstag, 27. August, steigt das zweite Völklinger Wirtefest auf dem Otto-Hemmer-Platz. Die Völklinger Kneipiers haben ihre letzten Vorbereitungen getroffen. Schon seit Wochen steht fest, dass die Auftritte der Partyband Die Büddenbacher am Freitag und der Oldie-Rocker The Sixties Revival am Samstagabend jeweils ab 19 Uhr die Höhepunkte des vielseitigen Unterhaltungsprogramms bilden sollen. Jetzt stehen auch die Preise fest, die bei der Tombola ver­lost werden. Unter anderem gibt es einen Schlemmergutschein, VIP-Karten für das Bundesligaspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen Hannover 96, Tribünenkarten für das Drittligaspiel des 1. FC Saarbrücken gegen Darmstadt 98, Ehren-Saisonkarten für den SV Röchling und Tickets für das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zu gewinnen. 
Der offizielle Fassanstich zum Fest soll am Freitag, um 18 Uhr stattfinden. Neben Oberbürgermeister Klaus Lorig haben sich weitere Ehrengäste angekündigt. Am Samstag geht’s um zehn Uhr los mit der Eröffnung der Gastronomie. Von 14 bis 19 Uhr steigt dann ein Kinderfest. al

 

Kräftiger Nachschlag für gute Zwecke